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Bist du Mitläufer oder nicht?

Betrachte für einige Sekunden dieses Bild. Wo siehst du dich? In der Masse, die den Arm ausstreckt oder bei dem Einzelnen, der die Arme verschränkt?

Bedenke, dass dieser Mann sein Leben aufs Spiel setzt, weil er einem totalitären Regime, einer gefährlichen Ideologie die Stirn bietet. Wärst du bereit, dein Leben für die Wahrheit zu riskieren?
Heute wirst du nicht am Leib verfolgt, wenn du in der Öffentlichkeit eine andere Meinung vertrittst. Du wirst weder eingesperrt noch ermordet. Nichtsdestotrotz findet eine Verfolgung statt.

Jemand, der sich offen zum christlichen Glauben bekennt, riskiert verspottet und verachtet zu werden.

Er riskiert seine Freunde und sein Ansehen, mitunter sogar seine Stelle zu verlieren.

Nationalsozialisten verwendeten Symbole, wie das Hakenkreuz oder den Hitler-Gruss zusammen mit der Grussformel  „Heil Hitler“, um die Massen zu manipulieren.

Immer wieder verwenden Vertreter von gefährlichen Ideologien scheinbar harmlose Symbole, um ihre wahren Absichten dahin…
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Mein ABC der katholischen Kirche

A- für Anbetung Jesus Christus ist vollkommen Mensch und Gott zugleich und der Einzige, den wir anbeten sollen. Bei der Aussetzung des Allerheiligsten – die stille Präsenz Jesu in der Hostie – wird Gläubigen ermöglicht, Jesus in der Kirche anzubeten.
B- für Beichte In der Beichte wird der Mensch von seinen Sünden losgesprochen. Es ist Jesus Christus, der dem Menschen vergibt; der Priester dient als sein Stellvertreter. Jede Sünde – und sei sie noch so gross – wird in der Beichte von Gott vergeben. Wichtig ist die Reue und Bereitschaft zur Umkehr.
C- für Credo Credo bedeutet »Glaubensbekenntnis« und besteht aus einer Zusammenfassung des christlichen Glaubens. Das Glaubensbekenntnis wird in jeder sonntäglichen hl. Messe gesprochen sowie in Gebeten wie beim Rosenkranz.
D- für Dreieinigkeit Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Drei Personen, aber ein Gott. Der hl. Patrick hat dies anhand eines Kleeblattes anschaulich erklärt: die drei Blätter stellen Vater, Sohn und Heiligen Geist symb…

Die grossen Lügen

Wir bezeichnen uns heute gerne als aufgeklärt und gebildet – schliesslich leben wir in einer Demokratie, in der Meinungsfreiheit herrscht. Aber inwiefern sind wir wirklich frei denkende Menschen? Wie stark stehen wir unter dem Einfluss der Medien (Fernsehnachrichten, Zeitungen, Filme, Bücher …), die unser Denken steuern?
Wenn wir genau hinsehen, sind wir nur scheinbar eine aufgeklärte Gesellschaft. In letzter Zeit ist es mehrmals vorgekommen, dass Politiker christliche Überzeugungen öffentlich aussprachen, und dann verunglimpft wurden. Wer ein christliches Bekenntnis öffentlich macht, erntet Missverständnis und manchmal Verachtung. Ich habe das mehr als einmal erlebt.Christen werden in dieser Gesellschaft zwar nicht am Leib bedroht, aber es findet eine geistige und mediale Verfolgung statt, und wenn es so weitergeht, sind wir nur einen kleinen Schritt davon entfernt, für christliche Äusserungen gestraft oder eingesperrt zu werden.
Früher haben Ideologen ihre Opponenten, mit Worten od…

Eine zerlöcherte Gesellschaft

Es ist ein gewöhnlicher Arbeitstag und ich gehe einer betriebsamen Strasse entlang, die zum Grand Arcade – eine überdachte Einkaufsmeile – führt. Die Menschen strömen mir auf dem Gehsteig und später auf dem marmornen Boden entgegen. Mein Blick fällt immer wieder auf eine eigenartige Modeerscheinung, die uns diesen Sommer in England wieder heimsucht: Löcher.
Löcher in den Jeans von jungen Menschen. Ich kann ihnen verzeihen, denn junge Menschen wollen imponieren. Aber dann sehe ich auch Passanten mittleren Alters mit auffallenden Löchern. Und ich stelle mir vor, es wäre früher. Unvorstellbar, dass jemand vor vierzig, fünfzig Jahren so herumgehen würde, ohne sich in Grund und Boden zu schämen.
Natürlich sind Löcher in den Kleidern keine Neuheit. Letzten Sommer waren die Löcher auch da. Damals fielen mir vor allem Löcher in L-Form auf, die sahen aus, als hätte jemand mit einem Messer das Hosenbein aufgeschlitzt. Aber auch schon vor etwa 30 Jahren, als ich um die 12 Jahre alt war, gab…

Fortsetzung: Wie ich katholisch geworden bin

Der erste Teil ist hier:  Wie ich katholisch geworden bin
Ich war mit unserem dritten Kind schwanger, als ich mich entschied, in die katholische Kirche einzutreten. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, in dem ich diesen Entscheid traf. Es gab kein sensationelles Gefühl, das mich dazu antrieb. Auch überredete oder drängte mich niemand dazu – das hätte bei mir wohl eher Widerstand ausgelöst. Es gab auch kein äusseres Ereignis, das meinen Entschluss auslöste.
Ich bin damals auf dem Weg zum Einkaufen aus dem Zug ausgestiegen. Ich befand mich auf dem Perron, und machte mich auf, Richtung Laden. In diesem Moment hatte ich eine deutliche Eingabe, bei der ich mir sagte: „Ich könnte ja katholisch werden“. Damit war die Sache schon beschlossen.
Es war aber nicht so, dass ich sogleich frei von allen Skrupeln war oder alle Fragen schon beantwortet hatte. Aber ich war entschlossen: Ich wollte katholisch werden, und dieser Entscheid erfüllte mich mit Freude! Kurz vor der Geburt begann ich …

Wie ich katholisch geworden bin

Wann hat es angefangen? So genau kann ich es nicht sagen ... Schliesslich ist das Werk des Heiligen Geistes nicht immer auf Anhieb sichtbar, da er „weht, wo er will“ (Joh 3,8).
Aber damit ich trotzdem irgendwo anfange, gehe ich zurück in die Zeit etwa zwei Jahre vor unserer Hochzeit.
Wir waren damals beide fern von der Kirche. Mein zukünftiger Mann, Jan, war zwar katholisch geboren, hatte aber einen Lebensstil, der sich mit dem Glauben unvereinbar war. In der Zeit nachdem wir uns kennengelernt hatten, begann er sich, durch Gottes Gnade, zu bekehren.
Ich glaubte seit frühster Kindheit an Gott und betete auch gelegentlich. Ich gehörte zur reformierten Kirche aber besuchte höchstens zu Weihnachten den Gottesdienst. Meine Eltern waren geschieden, ich war das jüngste von fünf Kindern und wuchs grösstenteils ohne Vater auf.
Ich besuchte zehn Jahre lang eine Rudolf Steiner Schule. Das Umfeld, das mich prägte, war säkular, alternativ, reformpädagogisch und feministisch. Mein Glaube war priva…

Warum Religion die wichtigste Bildung ist

Heute ist es, zumindest in Europa, ein Tabu über Gott zu reden. Das war aber nicht immer so. Vor zweihundert Jahren waren sich die Menschen mehr darüber bewusst, wem sie alles Leben zu verdanken haben. Sie gingen regelmässig zur Kirche; Gott war in ihren Alltag eingebunden. 
Irgendwann habe ich mal in einem alten Katechismus gelesen, dass der wichtigste Unterricht die Religion sei. C.S. Lewis, einer der berühmtesten Autoren unserer Zeit, erwähnte in seinem Buch Pardon, ich bin Christ (ursprünglicher Titel auf Englisch: Mere Christianity), dass der Glaube die wichtigste Bildung sei.
Es gibt Gläubige, die das Wort "Religion" meiden. Sie wollen nur dem Glauben, aber nicht der Religion angehören, als hätte das eine mit dem anderen nichts zu tun. Als würden sie mit Religion nur Schlechtes assoziieren und sich der Welt anpassen: Nur ja nichts mit Religion zu tun haben!
Dabei ist die christliche Religion nichts anderes als die Gebundenheit an Gott und seine Gesetze (die durchaus…